Immer noch der längste Tag

Inzwischen haben wir die E45 – die direkte Verbindung zum Nordkapp – in Richtung Norwegen verlassen. Es geht als nächstes nach Mo I Rana über einen Gebirgspass und man landet direkt an einem Schmelzwasserstausee.

Das erste, das auffällt: Schweden = Geröll und Holz, Norwegen = kein Holz, sonst gleich. Man kann herrlich weit schauen, falls mal ein Elch die Straße überquert. Das haben wir zum Glück erst einmal gehabt, dafür schon zwei Füchse und alle Rentiere. Zumindest fühlte es sich so an, denn das Rudel war echt groß. Haufenweise Jungtiere waren dabei und alle stehen natürlich mitten auf der Straße.

In Mo I Rana dann suchen wir einen Rema 1000 auf, eine Supermarktkette. Wir benötigen für eine Fotoaufgabe eine Norwegenflagge. Aber in den Verkaufsregalen findet sich nichts. Als Karsten an der Kasse fragt, ob sie so etwas haben, passiert Unglaubliches. Zunächst drückt uns ein Mitarbeiter zwei Norwegenflaggen in die Hand, einfach so. Die Gelegenheit packen wir beim Schopfe, denn wir sollen ja auch noch in jedem Land etwas mit Einheimischen tauschen. Also bekommt er die Kaugummipackung, die wir in Südschweden ertauscht haben.

Aber auch diese Geschichte geht noch weiter. Der Norweger packt aus reiner Gastfreundschaft noch einen Käsehobel und typische norwegische Spezialitäten dazu. So bekommen wir jeder ein Baguette mit Rentierschinken und eine Packung braunen Käse.

Wir sind total überwältigt und geplättet und machen uns voller Euphorie auf in Richtung Polarkreis.

Vorher kümmern wir uns noch um ein der zehn Fotoaufgaben. Wir sollen auf einem Gletscher eine Norwegenflagge hissen. Check.

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